Auf Drängen der städtischen Theaterkommission haben die VBZ beschlossen, keine Tramchauffeure aus «Ostdeutschland» mehr einzustellen. Sie hätten als «white passing cis-Männer» in den Cockpits der Züritrams nichts verloren.
(Zürich, 29. März 2025) Aus der NZZ: «Die Stadt Zürich lehnt Fördergeld für ein Theaterstück ab, weil ein Schauspieler ein «white passing cis-Mann» sei... Qualitativ genüge das Konzept nicht, urteilte eine mehrköpfige Fachkommission. Unter anderem wegen der geplanten Besetzung des Stücks. Wörtlich heisst es: «Basierend auf dem eingereichten Gesuch erachtet die Kommission den Versuch, die Mechanismen der Herabsetzung von Minderheiten durch die Rolle des Performers von einer von der Kommission als «white passing cis-Mann» gelesenen Person erklären zulassen, als nicht überzeugend.» Übersetzt ins Deutsche: Die Kommission kritisiert, dass die Figur des Erzählers im Stück von einem weissen Mann hätte gespielt werden sollen... Mit «white passing», so schreibt es die Stadt, sei gemeint, dass eine Person «als weiss gelesen wird». Wobei mit «weiss» – um die Sache noch komplizierter zu machen – die Positionierung und soziale Zuschreibung als «weiss» in einer rassistisch strukturierten Gesellschaft gemeint sei. Ein «cis-Mann» ist gemäss Definition der städtischen Theaterbeauftragten eine Person, die bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen wurde und sich auch als Mann identifiziert»...
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